Slowakische Opalgruben

sind eine Region von internationalen Bedeutung in der Nähe von Prešov im Osten der Slowakei. Das Slowakische Opal wird hier war und immer noch ist hier gefördert.

Inhalt

  • 1 Ort
  • 2 Bergbaurevier
  • 3 Geschichte
  • 4 Gegenwart
  • 5 Mineralien
  • 6 Fauna
  • 7 Flora
  • 8 Karten
  • 9 Fotografien von der Oberfläche
  • 10 Fotografien Untergrund
  • 11 Ausnutzung
  • 12 Wie wurden die Gruben zugänglich gemacht
  • 13 Referenzen
  • 14 Andere Projekte

Ort

Die Region befindet sich im Osten der Slowakei, im Slanske vrchy Gebirge near eines Dorfes Namens Červenica. Slowakische Opalgruben sind bei der geschützten Lagerstätte Červenica I. (GL Červenica). Diese Lagerstätte hat eine Fläche von 10 987 780 m2. Grube Červenica befindet sich in GL Červenica I. und hat eine Fläche von 998 332,41 m2.

 

Bergbaurevier

Diese Bergbaureviere wurden nach 1823 für Privatunternehmer ausgemietet. Die Lagerstätte wurde in Artikel 4 eines Bergbauedikts in 1823 wie folgt definiert:

  • Predbaňa, Libanka, Stráne, Stredná und Nižná Bučina, Libanka pri Orlovskej Studni    329 335 m2
  • Šimonka, Šimonka-Laz   51 400 m2
  • Dubník    45 662 m2
  • Čolo          6 177 m2
  • Lúčina       4 003 m2
  • Paseky      3 960 m2
  • Kunderov  3 600 m2
  • Remety     7 200 m2

 

Geschichte

Slowakische Opalgruben, bekannt auch als Dubniker Gruben, Dubniker Opalgruben, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat man sie auch Červenik-Dubnik Opalgruben genannt, auf Ungarisch: A Vörösvágás – dubniki opálbányak, oder Vörösvágás Dubniker Opálgruben. Die erste urkundliche Erwähnung von Červenica im Zusammenhang mit den Opalgruben stammt aus dem Jahre 1409. Die Gruben wurden im 16. Jahrhundert weltberühmt wegen dem hier gefördertem Opal. Es ist möglich, dass die Opalförderungsgeschichte schon in den römischen Zeiten anfing. Slowakische Opaledelsteine waren auch von der Bonaparte Familie sehr beliebt. Die Kaiserin Joséphine besaß den berühmtesten Stück – Feuer von Troja. Der größte Opal der je gefunden wurde heißt Harlekin. Er wurde im Jahre 1775 gefunden und wurde damals auf 700 000 Niederländische Gulden geschätzt. Heute befindet er sich im Naturwissenschaftlichem Museum in Wien.

Die Opalgruben genießten ein goldenes Zeitalter während der Zusammenarbeit mit der Familie von Samuel Johann Nepomuk Goldschmidt. Er lebte derzeit in Dubnik, auch wenn er ursprünglcih aus Wien kam. Die Slowakische Opalgruben waren die einzige geförderte Lagerstätte von Edelopal in der Welt bis in das 19. Jahrhundert, wenn neue Gruben in Mexiko und Australien geöffnet wurden. Die Gruben wurden after der Entstehung von Tschechoslowakei in 1922 wegen schlechter finanziellen Situation in Nachkriegsjahren geschlossen.

Die Geschite der Opalgruben bis 1922 wurde bei einem hervorragenden Historiker Štefan Butkovič in seinem Buch Die Geschichte des Edelopals von Dubnik dokumentiert. Heute erinnert uns der rekonstruierte Eingang in die Schachte Josef uf das goldene Zeitalter der Opalgruben.

Gegenwart

Nach 1989 gab es mehrere Unternehmen die eine kommerzielle Ausnutzung der Opalgruben geplant haben. Opálové bane Libanka, s.r.o. wurden in Prešov am 19. Mai 2010 gegründet. Die Firma bekam im Mai 2012 die Bewilligung Opal zu fördern. Im Oktober 2012 fing die Firma an Opal auf der Halde Viliam zu fördern. Dies geschah mehr als 90 Jahre nach dem die Gruben von dem letzten Bestandnehmer Bittner-Belangenay geschlossen wurden.

Eine permanente Ausstellung vom Slowakischen Opal wurde im Regionalmuseum in Prešov geöffnet. Die Ausstellung ist seit 6. Juni 2016 der Öffentlichkeit zugänglich. Schachten der Opalgruben sind seit 1. Juni 2015 durch die Schachte Josef der Öffentlichkeit zugänglich und können im ganzen Jahr besichtigt werden.

Am 11. Oktober 2016 hat das Amt für Industrieeigentum der Slowakischen Republik ein Zertifikat der Herkunftsbezeichnung für Slowakischen Opal ausgestellt. Dieses Zertifikat wurde von WIPO (World Intellectual Property Organization) unter der Nummer 1061 am 10. November 2016 registriert.

 

Mineralien

Ca. 500m von Dubnik entfernt befindet sich eine Quick-erz Lagerstätte. Das erste Mineral gefördert in der Region war Cinnabarit. Bergbauarbeiten fingen im 15. Jahrhundert an und dauerten bis ins das 18. Jarhhundert. Eine komplette Einschätzung der geschlossenen Quick-erz Lagerstätte Dubnik wurde im Jahre 2002 beendet. Cinnabarit befindet sich hier in Form von Imprägnierungen mit Pyrit und Markasit und in Venen nicht dicker als 1,5mm. Opal in der Lagerstätte ist mit Hyalit, Markasit, Antimonit, Limonit, Alunogen, Pickeringit, Halotrichit und anderen Mineralien gefunden.

Fauna

Ein Teil der Opalgruben wurde im 1964 als Schutzgebiet der hier lebenden Fledermäusen erklärt. Heutzutage ca 4000 Fledermäuse in den Gruben. 11 Spezies überwintern in GL Červenica: Große Hufeisennase – Rhinolophus ferrumequinum Kleine Hufeisennase – Rhinolophus hipposideros Greater Großes Mausohr – Myotis myotis Wimperfledermaus – Myotis emarginatus Lesser Kleines Mausohr – Myotis Blythii Wasserfledermaus – Myotis daubentonii Teichfledermaus – Myotis dasycneme Kleine Bartfledermaus – Myotis mystacinus Mopsfledermaus – Barbastella barbastellus Braunes Langohr – Plecotus auritus Nordfledermaus – Eptesicus.

Flora

Die Opalgruben befinden sich im Slanské vrchy Gebirge. Phytogeografisch gehören sie zu der Flora von westlichen Karpathen (Carpaticum occidentale). In extremen Bedingungen auf den Höhenrücken wachsen Buchengewüchse ergänzt durch Heidelbeere. Typisch für die Region sind unterschiedliche Arten von Orchideen, die überall wachsen. Enziane, Kronen Lichtnelke und Gelber Blasenstrauch sind nur wenige Beispiele von seltenen Arten die in der Region wachsen. Der Kronjuwel von Berg Šimonka ist der Bunte Eisenhut.

Karten

Fotografien von der Oberfläche

Fotografien von Untergrund

Förderwagen

  In Schachte Josef – Tor

  Beflutete Tunnele in der Viliam Ebene

Ausnutzung

Ehemalige Gruben werden oft für Rekreation benutzt. Weniger abenteuerliche Menschen können die Schachte mit Flutlichten genießen – diese sind so vorbereitet, dass sie mit minimaler Anstrengung besichtigt werden können. Gruben werden auch für Speleotherapie benutzt.

Schachte Bartolomej, Schachte Glanzenberg, Starovšechsvätých Grube, Bärenschachte, Cigeľ Grube, Slowakische Opalgruben

Referenzen

  1. http://www.hbu.sk/sk/Chranene-loziskove-uzemia/Kosice.alej
  2. Zemepisné označenia výrobkov : Slovenský opál. Vestník Úradu priemyselného vlastníctva SR (Banská Bystrica: ÚPV SR), 2016-11-02, roč. 2016, čís. 11, s. 251 – 253. Dostupné online [cit. 2017-01-09]. ISSN 2453-7551.
  3. https://sk.wikipedia.org/wiki/Slovensk%C3%BD_op%C3%A1l
  4. http://www.hbu.sk/sk/Dobyvacie-priestory/Kosice.alej
  5. ttp://www.minv.sk/?statny-ustredny-bansky-archiv
  6. http://www.ozdinminerals.com/kultoveMineraly/SR/OpaldrahyDubnik1.htm
  7. https://books.google.sk/books/about/Hist%C3%B3ria_slovensk%C3%A9ho_drah%C3%A9ho_op%C3%A1lu_z.html?id=tA7YGwAACAAJ&redir_esc=y

Andere Projekte

Die Bergbauassoziation „Slovakia opal“ ist eine freiwillige Assoziation von Bürgern die sich um Bergbau interressieren.

Diese Assoziation hat Mitglieder, die Bergleute, Wissenschaftler, Lehrer, aber auch Rentner sind. Mitglieder interessieren sich vor allem um Bergbau im Norden der Slanské vrchy Gerbirge und in der Umgebung.

Das Ziel dieser Assoziation ist Renovierung, Aufrechthaltung und Entwicklung der jahrhunderte alten Traditionen der Bergleute, Vorbereitung von Mitgliedtreffen um ihr Wissen über Bergbau zu vertiefen, Vorbereitung von öffentlichen Ereignissen und über die Region und ihre Geschichte zu informieren sowohl in der Slowakei, als auch im Ausland. Wir bemühen uns auch Zusammenarbeit mit ähnlichen Assoziationen in der Slowakei, und auch im Ausland, zu verstärken. Wir verlegen auch Bücher  über die Geschichte der Region und arbeiten an der Beschönigung der Region während wir den Charakter der Region aufbewahren.

Memorandum der Bergbauassoziation: 

Stanovy-Banský-spolok-Slovakia-opal.pdf